führt, und es erzeugt sich also eine Quelle. Xu solchen un-terirdischen Behältern oder Seen endigen sich unsere Brun-nen.
Es geschiehet bisweilen auch an gewissen Orten, wogeneigte Thonschichten durch eine Masse von lockerer Er-de getrennt sind, dafs die Gewässer in diese Masse ein-dringen, sich dort erheben, und durch die Thonschichteneben so wie durch die Wände eines Gefäßes gehalten sind.Diese Thatsachc findet an verschiedenen Orten in Flandernstatt, und wenn man «ich dort einen Brunnen verschaffenwill, so durchsticht man vermittelst einer Sonde die Thon-schichten ; das Wasser geht durch das Loch heraus undspringt bisweilen auf die Oberfläche. Im Fort Set, Fran-cois bey Aire, hat man auf diese Weise eine Quelle erhal-ten, indem man eine Leitenschicht weiter als 50 Metresunter der Oberfläche des Bodens durchstach
Die Quellen sind bisweilen blos ein unmittelbares Pro-duct des Eindringens der Piegenwasser: solche sind zum
Beyspicl die Quellen in Loiret bey Orleans; sie springenmitten in einem platten Lande, und rühren blos von demEindringen der Loire her, welche eine Meile davon ent-fernt flieht; die beträchtlichste derselben, verschafft noch33 cubisclie Metres Wasser in der Minute, in den Zeiten,wo es nicht so häufig ist. *)
Wenn die Piegenwasser entweder mittel - oder unmittel-bar auf ein Gestein fallen, so dringen sie, nachdem siedurch ein aufgeschwemmtes Gebirge geflossen sind, und in-dem sie den Klüften und Spalten folgen, so lange ein, bis dasGestein ganz dicht wird. Wenn sie auf selbiges stofsen, so ver-einigen sich alle diejenigen, welche durch in Verbindungstellende Klüfte herabgefallen sind, und folgen der unter-sten der Spalten, welche sie zu Tage leiten können; worausfolgt , dafs in den wenig zerklüfteten Gesteinen, oder de-ren Klüfte nur bis zu einer geringen Tiefe gehen, dieQuellen in großer Menge, aber wenig wasserreich seynwerden : dies ist der Fall fast mit allen Digebirgen , und
1) Encyclopedle article Sonde.
9 ) Paganiol de Xa Force, Ueraicart da Thurv, et«.