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1 (1821)
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Sechste An m e r k u u g.

Von den Quellen.

Es fällt jährlich auf die Erdoberfläche eine Wasser-Schicht von ohngefähr einen Metre dick (§. 15); der grüß-te Theil desselben wird durch die Ausdünstung wieder indie Atmosphäre geführt, allein der andere Theil dringt inden Erdboden ein, und geht hernach auf seiner Oberflächein Gestalt von Quellen wieder hervor. Unser Gegenstandist nicht, die Entsehung zu entwickeln und zu beweisen,welche wir den Quellen beylegen, indem wir sie als einProduct der Regenwasser ansehen; diese Materie ist schondurch die Berechnungen und Dissertationen von Perault,Mariotie, Halley u. s. w. erschöpft worden. Wir wollennur einen Blick auf einige Umstände ihrer Bildung, aufdie Ursachen werfen, welche sie in einigen Ländern in denGebirgen häufiger, als in den Ebenen machen.

Wenn die Regenwasser auf ein aufgeschwemmtes Ge-birge fallen, so dringen sic zwischen die Saud- und Erd-theilchcn, welche dieses Gebirge ausmachen; sie bahnen sichvermöge ihres Gewichtes einen Weg, und dringen so tiefein , bis sic eine undurchdringliche Schicht antreffen; diesist ein gewöhnlich mehr oder wenig reiner Thon. Da sicnicht tiefer gehen können, so gleiten sie gewissermaafsendrüber weg; sie folgen den Biegungen derselben und gehenam Durchschnitt der Oberfläche der Schicht mit der Ober-fläche des Bodens wieder zu Tage aus,

Da bisweilen die Schichten, welche die Gewässer auf-liallen , eine hohle Gestalt haben, so stellen sie grofse Ver-tiefungen dar, in welchen die eingedrungenen Wasser sichsammeln: sie verbleiben daselbst, und bilden gleichsam un-terirdische Sümpfe oder Behälter, in welche auch der dar-über befindliche durchdringliche Gebirgs - Theil fällt. DasNiveau dieser Stauchwasser, welches sich durch die Wir-kung der immer zufliel'senden Filtrationen erhebt, findetendlich einen Ausgang, welcher den Ueberflufs des Behäl-ters, bisweilen in einer beträchtlichen Entfernung zu Tage