Druckschrift 
1 (1821)
Seite
346
Einzelbild herunterladen
 

±6

den Fldtzgebirgen zu scyn; und die dritten Flbtzgebir-ge, welche wir vorhin bezeichnet haben, sind einewahre LYliscliung dieser letztem und der aufgescliwenim-ten Gebirge. Wir wollen nicht auf eine bestimmteund abgeschnittenc Art das trennen, was die Natur blosschattirt hat, und nicht genauer als sie seyn, wennwir sie so kennen leinen wollen, wie sie wirklich ist.Wir wollen sogar gegen jenes Bestreben streiten, wel-ches uns darauf führt, die Gegenstände zu vereinfachen,um sie uns in einer leicht zu begreifenden Ordnungdarzusleüen; man leistet wohl auf diese Art unsevmGeiste Genugtlmung, allein man entfernt sich zu sehrvon der Wirklichkeit.

Nachdem ich zum ersten Mal Werners Vorträge überdie Geognosie gehört hatte, kürzte ich natürlich davonalles dasjenige ab, was mir weilläufiig schien, undmachte mir über alle Puncte der Wissenschaft Begriffe,worin alles scheinbar klar, genau, bestimmt war: alleinals ich anfine;, die Natur zu beobachten, fand ich nichtsmehr, was dem entsprach; und bald sähe ich, dafjWerner weit entfernt, zu weilläufiig gewesen zu seyn,es nicht genug gewesen war. Ich fürchte, mir bev Ge-legenheit dieses Werkes denselben Vorwurf zuzuziehen;und doch werde ich beschuldigt werden, in selbige*weniger Genauigkeit, als man in andern geognostischenAbhandlungen findet, gebracht zu haben. Geschicht-schreiber der Natur, ihre Geschichte, und nicht dieunserer Vorstellungen, haben wir zu schreiben.