2/ - 7
sicli sowohl in tlen Ebenen, als den Gebirgen, dersenkrechten (scigern) öfterer, als der horizontalen(söhligen). Diese Lage sowohl, als die Gestalt,■wird ein für alle Mal unabhängig von der Gestaltdes Bodens und seinen Unebenheiten.
Das, was ich so eben in diesem Paragraph dar-gcstcllt habe, ist mehr das Resultat meiner Beob-achtungen, als Werners Lehre; denn dieser Gelehrteund eine grofsc Anzahl von ISiaturforsclicrn giebteine merkbare oder nur wenig bemerkbare Schich-tung des Granits und der meisten Gesteine zu, wel-che wir, da die grofse Dicke der Lagen hindert,sie von einander zu unterscheiden, in die Classeder nicht geschichteten Gebirge gesetzt haben.
Die Geologen sind in ihren Meinungen über die Schich-tung verschiedener Gesteine und besonders des Granitssehr getlieilt gewesen: wir wollen deshalb einige nä-
here Umstände in dem zweyten Theile erwähnen. Manverband eine grofse Wichtigkeit mit dieser Frage, we-gen der Folgerungen, die man über den Ursprung die-ses Gesteins, welches damals als einzige Grund- undUnterlage der dünnen geschichteten, aus andern Gestei-nen zusammengesetzten, Rinde angesehen wurde; dadie lao'en- oder schichleuartige Gestalt immer an den Be-griff von in einer wässerigen Flüssigkeit bewirktenAblagerungen oder Niederschlägen erinnert. Allein,bey dem jetzigen Zustande unserer Kenntnisse, istdiese Frage, wenigstens in gleicher Beziehung, ohneInteresse: der Granit wechselt schichtenweise mit an-
dern Gesteinen ab, und er hat unstreitig eben einen sol-chen Ursprung, als sie.
Obschon ich keine grofse Masse eines ächten Granitswirklich geschichtet, das heifst, in Lagen abgetheilt, ge-feiten habe, so habe ich doch zwischen Rofswein undMeilsen in Sachsen, eine söhlige Schicht eines schönenxotlicn Granits von ein bis zwey Fufs Dicke, zwischenSchichten von Thon - oder Grünsteinschiefer liegensehen.