Druckschrift 
1 (1821)
Seite
98
Einzelbild herunterladen
 

9 8

Cenis, der kleine Sei. Bernhardt und der grofseSet. Bernhardt, fast an dem Pimcte ihres Zusam-mentreffens, Seen dar, welche in dieser Höhe dieAufmerksamkeit des Reisenden auf sich ziehen müs-sen: der erste hat eine Liinge von mehr als einerhalben Meile und der letztere einen Umfang von5 bis 4 tausend Metres ; seine Tiefe ist unbekannt.Es giebt noch verschiedene andere in denselbenGebirgen in gleicher Höhe. Die nicht mit Wassergefüllten Bassins sind auf den Alpen ebenfallssehr zahlreich: ich führe nur dasjenige an, wel-

ches mir am meisten aufgefallen, und welches zu-gleich das beträchtlichste von denen ist, die ich ingroisen Höhen beobachtet habe; es ist in dem Lan-de von Aosta, an dem obern Ende des Val-Sava-rancha, fast auf dem Kamme der Gebirge, in 24 üOMetres Höhe. Es ist eine kleine vollkommen ein-fache Ebene von ovaler Gestalt, welche zwey oderdrey tausend Metres Länge und tausend MetresBreite hat, und von wenig beträchtlichen Höhenumgeben ist; es bildet eine schöne Weide, auf wel-cher verschiedene Käsehütten anzutrelfen sind:man gelangt dahin durch einen engen und vonzwey Felsen beschränkten Weg; alles beweifst, dafsdiese grofse Wiese einstens der Grund eines Sec*war , der seine Dämme durchbrach und dessen Ge-wässer durch jenen Durchgang abflossen.

In den Pyrenäen finden sich ähnliche Tliatsa-chen: man siehet längs ihres ganzen Joches hin

eine unzählige Reihe kleiner Seen, von wo dieersten Zufluss« in die Flüsse und Ströme ausgehen,welche in diesen Gebirgen fliefsen; Ilr. Ramond hateinen am Fufse des Gipfels vom Mont - Perdu in2 ö4o Metres Höhe bemerkt: der übrige Theil derKette hat keinen mehr. Dieselbe Erscheinung wie-