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1 (1821)
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Zum Beyspiel zu Paris, wo das Thermometer im Mit-tel li und das Hygrometer ga 0 ist, wird die elastischeKraft des Dunstes 2, g Linien Quecksilber oder g, 2Zoll Wasser seyn: folglich, wenn aller, in der Atmo-sphäre über Paris beym mittiern Stande der Temperaturtmd Feuchtigkeit enthaltene Dunst sich niederschlüge,so würde er eine Wasserschicht von g, 2 Zoll Dicke er-zeugen. An einem heifsen und feuchten Sommertagewürde diese Menge doppelt seyn. Unter dem AequatorWürde sie gewöhnlich sieben bis acht Zoll seyn,

Di« Menge Wasser, welche sielt in Dünste zer-setzt oder an einem Orte verdunstet, ist jedes Jaln*beynalic einerley, und an verschiedenen Orten nachder geographischen Breite und den Local-Umstän-den verschieden. Mit Sorgfalt gemachte Beobach-tungen lehren uns, dafs zu Paris die Ausdünstungjährlich von einer Wasser-Masse eine Schicht vonolingefähr 52 ^ Zoll Dicke hinwegnimmt I ).

Das Product der Ausdünstung in einer gegebenen Zeithängt von vier Elementen ab :

1) Von der Temperatur. Die elastische Kraftdes Dunstes ist um so gröfser, je beträchtlicher dieWärme ist, und wir haben vorhin das Verliiiltnifs die-ser beyden Grofsen angezeigt. Das zwischen der ineiner gegebenen Zeit sich verdunstenden Menge und derTemperatur bestehende Verhältnifs ist genau dasselbe,und diese Menge oder die Dunst-Kraft ist, bey übrigensgleichen Umstanden , der elastischen Kraft proportional.

2) Von dem Druck der Atmosphivs, Je gerin-ger dieser Druck ist, desto gröfser wird die Ausdün-stung seyn. Man weifs, mit welcher Leichtigkeit sichdie Flüssigkeiten unter dem Recipienten der Luftpumpeverdunsten. In hoheu Orten kochen solche Flüssigkei-

j) Academie des Sciences, tom. X. Das Wasser verdunstetein einem offenen und auf das Plateforme der Sternwartegestellten Gefäfse.