rein hinweggehet und alles mitgebraclitc zuriiek-läfst, woher sie glaubten: dafs so klein auch die
Menge des den Meerwassern jedes Jahr zugeführ-ten Salzes scyn könnte, sic doch seit der langenReihe von Jahrhunderten, während welchen dieFlüsse ihre Gewässer jenem grofsen Behälter zu-führen, beträchtlich, und die einzige Ursache derjetzigen Salzigkeit des Meeres werden mufste. Diein den letztem Zeiten von Olivier in Persien undvon Pallas und Patriu in Siberien gemachten Be-obachtungen scheinen jener Meinung einen neuenGrad von Wahrscheinlichkeit zu geben: alle grofseSeen dieser Länder, welche Zu- und Ablliisse ha-ben, also durch die Ausdünstung ldofs die Wasserverlieren, welche ihnen die Finthen zuführen, sindsalzig. Wenn man jedoch erwägt: dafs der Bo-
den des Meeres von derselben Beschaffenheit alsder des festen Landes und von diesem gleichsamdie Fortsetzung ist; dafs letzterer viele grofse Mas-sen Steinsalz und Salzgebirge enthält, wo die aufdiesen Massen und • Gebirgen fliefsenden Gewässerihre Salzigkeit amieliinen; so kann man schwerlickfür unglaublich hallen, dafs es nicht auch derglei-chen im Meere geben, und selbige im aufgelöfstenZustande nicht zur Salzigkeit des Meerwassers bey-getragen haben sollten, oder, um sich geologischerauszudrückeu: es ist schwer zu glauben, dafs die-
jenige Ursache, welche das Salz auf dem festenLande hervorgebracht hat, nicht auch das in den'Meeren enthaltene erzeugt haben sollte.