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Das Schmelzen des Eises bringt auch bisweilenähnliche'Wirkungen hervor. Man weifs, dafs dasMeerwasser heym Gefrieren das enthaltende Salz ge-wissermaafsen auswirft, und folglich mufs die Auf-lösung einer grofsen Menge Eis in Wasser die Sal-zigkeit da schwächen, wo sie vor sich gehet, sowie letztere bey der Bildung des Eises vermehrtwerden mufs. In den Salinen zu Walloe in Nor-wegen hat man zu Ende der Frostzcit gegen 4, iKochsalz erlangt, während man zu einer andernZeit nur die Hälfte dieser Menge erhielt.
Uebrigens müssen die beständigen Bewegungendes Meerwassers, die Strömungen und Stürme, wel-che die Getvässer verschiedener Breiten und seihstverschiedener Tiefen untereinander mischen, balddie Gleichförmigkeit des Salzgehaltes wieder her-steilen, wenn selbige durch eine zufällige Ursachegestört worden seyn sollte.
Die bituminösen Theilc, welche sich in denMeeren befinden können, sind von unmerklicherMenge; wahrscheinlich rühren sie von der Aullö-sung organischer Wesen her, welche in den Mee-ren leben oder durch die Flüsse mit hineingebrachtwerden. Die Bitterkeit der Meerwasser, die manihnen schon lange zugeschrieben hat, rührt haupt-sächlich vom Salz der Bittcrerde her.
Man wird fragen: woher kommt die beträcht-liche Menge Salz, welche die Meerwasser überallhaben, und welches selbige von den auf unsernConlincnten fliefseuden Gewässern zu unterschei-den scheint ? Halley und einige andere! Physikerbemerkten: dafs die Flüsse eine beträchtliche Men-ge, zum Tlieil mehr oder weniger aufgelöfste Salz-theilchen enthaltenden, Wassers dem Meere zufüh-ren ; dafs dieses Wasser bey der Verdunstung ganz