Druckschrift 
1 (1821)
Seite
7
Einzelbild herunterladen
 

7

wissermaafsen iti einander greifen, und auf dieseWeise gut zu unterscheidende, auf einerley Art undzu gleicher Zeit gebildete, Systeme darstellen. Diessind eben so viel verschiedene Formationen.Diejenigen Formationen, in denen ein gleiches Ge-stein vorherrscht, machen ein gleichartiges Ge-birge aus, und die Vereinigung dieser verschie-denen Formationen oder Gebirge ist es, welche diemineralische Rinde der Erdkugel ausmacht.

Bey Untersuchung der Gehirgs - Massen wirdder Beobachter über die darinne enthaltene grofseMenge von Ueberresten der Thiere und Pflanzenin Verwunderung gesetzt. Er erinnert sich an dieOrdnung, in welcher die organischen Wesen aufder Oberfläche der Erde verbreitet sind: einige

können nur in den Meeren leben; andere nur insüfsen Wassern; einige befinden sich nur in derheifsen Zone, während andere umkommen, sobaldman sic aufscrhalb der kalten Zone bringt: mit ei-nem Worte, jede Gattung scheint an ein für siegeeignetes Element und Clima gebunden zu sevn.

In den Schichten der Erde ist alles versetzt:die Spuren von Thieren, welche nur im Grundedes Oceans leben können, finden sich eingehülltin die Gesteine, welche die Gipfel der Berge bil-den; die Knochen der Thiere, welche nur unterder heifsen Zone leben können, sind in dem be-eisten Boden der Polar-Gegenden begraben. Fastüberall findet er Reste von Thieren und Pflanzen,verschieden von denjenigen, welche jetzt leben, under glaubt sich in eine neue Welt versetzt. Alleszeigt ihm, dafs sein Wohnort grofse Veränderun-gen und Umwälzungen erlitten hat; die in denGebirgs - Massen inernstirten See - Muscheln sindin seinen Augen ein unwiderlegbares Zeugnifs von