tcnde» Einfluß, obgleich das Kapital von 5* Mill. Tha-lern, so äm Jucker rund geht, sehr klein gegen das Kapi-tal von 184 Mill. Thaler ist, so in unserem Staate jähr-lich in den Mehlfrüchteu rund geht, die auf den inländi-schen Mühlen gemahlen werden, wie wir solches oben ge-sehen haben.
Der Nunkelrübenzucker hat das eigene Schicksal ge-habt, daß, nachdem man ihn bis in den Himmel erhobenund sich goldene Berge von ihm versprochen hatte, ernachher so zu Fall gekommen ist, daß man fast gar nichtmehr von ihm reden darf, ohne sich lächerlich zu machen.— Dieses ist nun eben so eine Uebertreibung wie jenes.Die Wahrheit liegt aber in der Mitte.*)
Die Geschichte des Runkelrübenzuckers ist kürzlich folgende:Im Jahr -7^7 fand der Chemiker Marggraf in Berlin, daßin den Runkelrüben Zuckerkrystalke enthalten wären. Erstellte diese dar, aber auf einem Wege, der sehr beschwer-lich und unvollkommen war. Die Sache machte wenig Auf-sehen und würde bald wieder vergesse». — Nach fünfzig Jah-ren (»797) wiederholte Herr Achard in Berlin diese Versucheund stellte ebenfalls den Zucker aus den Runkelrüben dar,nach einer Methode, die auch noch sehr unvollkommen war,aber doch schon bedeutend besser als die Marggrafsche.
Da die inländische Zuckerfabrikativn von großer Wichtig-keit für den Staat ist, so ernannte der König eine Kom-mission, so aus den Ministern von Hardenberg, von Heinitz,von Werder, von Struensee und von Schrötter bestand, umdiese Sache zu untersuchen. Der Bericht fiel günstig aus,und der König schenkte Herrn Achard das Gut Kunnern inSchlesien, mit der Bedingung, eine Runkelrübenzuckerfabrikdort anzulegen. — Dieses geschah, aber ohne daß bedeutendeResultate von dieser Fabrik bekannt wurden.
Im Jahr 1806 erfand Herr Achard seine Methode, denRnnkelrübensaft mit Schwefelsäure zu säuren und dann ihnmck Kreide, Kalk und Blut zu klaren. Dieses war ein be-