-stünde. Den zweyten Stoß konnte man ihm dadurchbeybringc», daß man, wenn die Menschen auf die Ge-genwart und auf die jetzigen Regierungen schelten und dievergangenen Zeiten und deren Herrlichkeiten lobte», nunhin ging und einmal aus den Urkunden nachwies, wiees in diesen Zeiten mit dem Steucrwesen gestanden, undwelche treffliche Despotie eben in diesen herrlichen Zeitengegrünt habe.
Endlich mußte jede Provinz damit anfangen, daß siegenau sagte, wie es in ihr mit dem Steuerwesen jetztwar und wie es früher gewesen. Denn, wenn die 10Provinzen sich verstehen sollen, so müssen sie sich einan-der nicht belügen, da dieses nur zur Verwirrung führt.Eine genaue Darstellung ihres Steuerwesens kann aberjede Provinz nur selber geben, und hierbey muß sie ohnealle Rücksicht sagen, ob sie bis jetzt zu viel oderob sie bis jetzt zu wenig bezahlt hat. Wir inden westlichen Provinzen haben bis jetzt zu wenig bezahlt.Wir haben zu wenig bezahlt in Hinsicht des gesammtenStaatsbedarfes, denn mit den jetzigen Summen kannkein Finanzminister reichen; wir haben ebenfalls zu we-nig bezahlt gegen verschiedene östliche Provinzen, die inHinsicht ihrer Steucrkrafte mehr zu den Staatsabgabenbeygetragen haben als wir.
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Wenn die Gesellschaft dasjenige jetzt nicht erreicht,wonach sie strebt, so ist blos ihre Ungeschicklichkeit Schulddaran. Denn in den Interessen der verschiedenen Standeliegt kein innerer Widerspruch verborgen, der sich nichtausgleichen ließe.