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Ueber Preußens Geldhaushalt und neues Steuersystem
Entstehung
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Hatte Friedrich der Rothbart im I2ten Jahrhundertedie damals aufblühenden Städte zu einem Hause der Ge-meinen verbunden, so wäre Deutschlands Verfassung ge-worden, wie die in England. Allein sein Her; gehörte,so wie das seines Geschlechtes, seinem waffengeübten Lehn-adel. Eine fehlerhafte Politik trieb den dritten Stand indie Arme des Papstes, des Feindes des Kaisers, und soverfehlte dieser alle Plane seiner rastlosen Thätigkeit. Jetztist die Lage der Welt anders. Das Schießpulver hat dieMacht des Lehnadels gebrochen, und die Bibel die desPapstes. Die Städte stellen sich willig und freudig umden Thron, und die Starke der Nation liegt in der Ein-heit der Stande. Ein Kampf unter ihnen ist nicht mehrmöglich. Denn das Einzige, warum man hatte kämpfenkönnen, wäre die Steuerfreyheit gewesen, da alle andereInteressen gemeinschaftlich sind. Diese ist aber in Preußendurch das Gesetz vom 27. Oktob. isic>, und in Oesterreichdurch das Gesetz vom 26. Dec. 1817 schon aufgehoben.

Das Einzige, was jetzt in Betracht kommt, ist diegrößere oder geringere Geschicklichkeit. Ob es nämlichmöglich, den Haushalt eines Gemeinwesens von 5000Quadratmeilen so klar zu übersehen, wie die eines von5000 Magdeb. Morgen.

In den fürstlichen Häusern liegt die geringste Schwie-rigkeit, da diese so äußerst einfach leben, und für ihreHofhaltungen keine Bewilligungen bedürfen, indem sieden größten Theil der Einkünfte ihrer Domänen noch zuStaatszwecken verwenden.

Da es billig ist, daß man überall gerecht sey, auchgegen die Gegenwart, so muß man bekennen, daß, wenn