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immer unvernünftig, wenn der, so redet, sich nicht dieMühe nimmt, sich vorher selber über de» Gegenstand zuunterrichten, ehe er in den Zeitungen den Unterricht derAnder» übernimmt. Da die Rheinländer sich ihrer grö-ßer» politischen Bildung sonst wohl bewußt sind, so warallerdings zu wünschen, daß sie solche auch bey der Be-urtheilung des neuen Steuersystemes zeigten.
Man hat gesagt: „Es sey allerdings wahr, daß„der Steuerjammer einigermaßen lächerlich sey, indem„diejenigen ihn erhoben, so die wenigste Ursache dazu„hatten, nämlich die Reiche»; allein man dürfe so doch„nicht über ihn reden, als bereits geschehen, so lange„man keine Stände habe, und noch weniger dürfe mau»zeigen, daß man bis jetzt zu wenig bezahlt„habe."
Gerade das Gegentheil. Man muß mit dem ver-ständigen Reden über das Steuerwescn den Anfang ma-chen, ehe man Stände hat. Denn durch dieses verstän-dige Reden wird eben die Zusammenberuftmg der Ständemöglich. Wenn die Provinzen schon anfangen vernünftigüber die Steuern zu reden, ehe sie Stände haben, so istes wahrscheinlich, daß sie ebenfalls vernünftig reden wer-den, wenn sie welche haben, und dann ist bey der Zu-sammenberufung derselben nichts zu erinnern.
Au dem vernünftigen Reden übers Steuerwesen ge-hörte aber vor allem, daß man den kläglichen Stener-jammcr todt machte, und dieses konnte man am besten,wenn man zeigte, wie nnr die Reichen ihn erho-ben, und in welchem lächerlichen Widersprucheer mit ihrem Lnrns und ihrem Wohlleben