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derjenige, der etwas nicht weiß, kann nie zu der Einsichtgelangen, daß er es nicht wisse, so wie der, so ein kur-zes Gedächtniß hat, solches nie erfahrt, da er immerdie Fälle wieder vergißt, wo es kurz gewesen.
Die Stände hätten in ihrer ersten Versammlung stetsvon dem Grundsätze ausgehen müssen, daß sie schon da-durch genug erreicht, daß der gauze Geldhaushalt desStaates einmal klar und durchsichtig und öffentlich ge-worden, welches immer die erste Bedingung ist, wennman ihn gut einrichten will. Denn alle Zahlen, so ei-nem öffentlichen Widerspruche unterworfen sind, müssenzuletzt genau werden. Bey allen Finanzunrersuchungenhat man aber darauf am ersten zu sehen, daß man sichgenaue Zahlen verschafft und blos über diese redet, wennman nämlich den guten Willen hat, sich zu verstehen.Ob die Stände nun nachher eine halbe Million mehr oderweniger für die Kriegseinrichrung bewilligten, das kamwenig in Betracht, da das ganze Ersparniß, so sie nachlangem und unverständigem Hader erhielten, nur eineSteuerverringerung von 2 Ggr. auf den Kopf betrug.
Der Vortheil der öffentlichen Steuerberathung beruhtaber offenbar nicht so sehr in dem, was man erspart,denn am Ende sind dieses, wie alle Budgets zeigen, nurkleine Summen, sondern in der guten Einrichtung desSteuerwcsens und in der zweckmäßigen Vertheilung derSteuern auf die verschiedenen Stände und Gewerbe derGesellschaft. Dieses ist immer das Wichtigere, wie alledie, so Kenntniß vom Steuerwescn besitzen, immer ein-gesehcn, indeß die, welche keine Kenntniß davon habenund die Steuern für eine Art von öffentlichem Unglück