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Ueber Preußens Geldhaushalt und neues Steuersystem
Entstehung
Seite
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werde»: so soll auch diesem gewillfahrt werden, obgleichdie damalige Steuerfreyheit doch noch eine ganz andereund größere Steuerungleichheit hervorgebracht hat, alsdie jetzige, die auch zwar so groß ist, daß der eineBauer das Doppelte a» Steuern bezahlen muß von dem,was der andere bezahlt.

Auch in den dritten Punkt soll gewilligt werden, daßdie Größe der beyden Herzogthümer nicht zu 120, son-dern zu 130 Quadratmeilen bey der Rechnung angenom-men werde. Von Berg ist die genaue Größe bekannt,da das Land 1806 für die allgemeine Landesvermessungmit einem Netze großer Dreyecke überzogen wurde, wo-durch die Größe sich zu 56 Quadratmeilen ergab. Wollteman sie von Jülich eben sv genau gewissen, so müßteman die ehemalige Grenze in die Tranchotsche Chartezeichnen, und hiernach die Größe aufs neue berechnen.

Nachdem wir uns also über die Grundsätze geeinigt,so können wir zu den Zahlen gehen. Diese sind nämlichaus einer Denkschrift genommen, so der Churfürst KarlPhilipp den 21. Juli 1721 beym Reichshofralhe überrei-chen ließ, und in der er zeigte, daß die beydenHerzogthümer zu den Zeiten seines Bruders,des Churfürsten Johann Wilhelm, noch vielmehr bezahlt hatten als jetzt. Diese Zahlen be-ruhen auf einem Auszuge aus den jülich-bergischen Lan-deörechnungen von 1690 bis 1715, und sind daher alsvfficiell anzusehen. Da es sich aber wohl begibt, daßauch in officiellen Zahlen mancherley Schreib-, Druck -und Rechenfehler Vorkommen: so war es denn auch diesenso ergangen, und bey näherer Durchsicht fand sich, daß