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lieber die Höhe der Steuern im Jahre 1719Ln den Herzogthümern Berg und Jülich.
Es ist nicht ohne Nutzen, wenn man zu Zeiten die Ge-genwart mit der Vergangenheit vergleicht, damit mansieht, ob diejenigen Recht haben, die da behaupten, daßes mit jedem Jahre schlimmer in der Weltwerde. Die natürlichste Frage ist wohl die: wie wares vor 100 Jahren bey uns, und wie wurde es damalsmit den Steuern gehalten? Diese Frage liegt besondersjetzt sehr nahe, da man über die neu eingeführten Steuernso vielfache Klagen erhebt.
Als im Jahre 1609 das Haus der Herzoge vonCleve im Mannsstamm erloschen war, so kamen seine Be-sitzungen mit den Erbtöchtern an die Hauser Brandenburgund Pfalz. Cleve und Mark hatten das Glück, daß siezu einem Fürstenhanse kamen, wo eine große Sparsam-keit im fürstlichen Haushalte herrschte, und dem baldnachher (den 6 . Febr. 1620) ein Prinz voll großer Regen-ten-Eigenschaften geboren wurde.
Berg und Jülich aber kamen an ein Fürstenhaus,das die Pracht liebte und die Verschwendung, und das