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den Schweiß der Untcrthanen in kostbaren Gebäuden,großen Gemälde-Gallerien und glänzenden Jagden ver-schwendete. Der Chursürst Johann Wilhelm vonder Pfalz baute das Jagdschloß Bensberg mit kö-niglichem Aufwande, und mit dem Schweiße des Land-mannes, der täglich mit Hand- und Spanndiensten sroh-nen mußte. Er legre die Düsseldorfer Gallcrie an, undseine Bildsäule, in Erz gegossen, steht noch auf demMarkte. Maler, Bildhauer und Poeten haben ihn gelobt,und ihn den zweyten Medicäer genannt. Der Laudmannaber, der damals in den Herzogthümern Berg und Jülich,gerade wie in Frankreich, blos als mstivro corresblo etisillabls angesehen wurde, segnete seinen Tod. Er starbkinderlos 1716.
Große Schulden hafteten auf dem Lande. Sei»Bruder Karl Philipp, der grvstentheils in Mannheimwohnte, setzte diese verschwenderische Haushaltung fort,und drückte wie jener das Land mit Abgaben.
Im Jahr 1719 forderte er von den HerzogthümernBerg und Jülich die ungeheure Summe von 840000 Rrhlr.blos an Grundsteuer. Die Landstände erklärten, daßsolche nicht beyzubringen wären, indem die Steuer mehrbetrüge wie der Pacht; und „daß dem Bauer nichts zurErhaltung seines armseligen Lebens mehr übrig bliebe."Dieses waren ihre Worte. Sie boten indeß 400000 Rthlr.Der Churfürst bestand auf 600000 Rthlr., und ließ mitden Ausschreibungen sorrfahren. Als die Stände nichtbewilligen wollten, so ließ er sie auseinander gehen, undbezahlte ihnen ihre Diäten nicht, was sie, nach den Aus-drücken in ihrer Beschwerdeführung beym Kaiser zu schlie-