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Ueber Preußens Geldhaushalt und neues Steuersystem
Entstehung
Seite
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wer beratheu worden, und einzelne Zweige derselben, wieB. das Tabacksmonopol, haben große Anfechtung er-litten; allein alle diese Disciissionen haben immer damitgeendigt, daß man die Sache gelassen, wie sie war, ebenweil man nichts besseres an ihre Stelle zu setzen wußte.Wie grob die Summen waren, so aufkamen, geht dar-aus hervor, daß die vereinigten Rechte in dem kleinenjülichschen Städtchen Erkelenz , so wohl nicht über 2000Seelen hat, das aber in einer wohlhabenden und frucht-baren Gegend liegt, jährlich 65000 Franken einbrachten.

Diejenigen, so die neuere Gesetzgebung über die Be-steuerung der Getränke entworfen, haben unstreitig dieGesetzgebungen der benachbarten Staaten über denselbenGegenstand gekannt, so wie auch die statistischen Resul-tate, so die Regie seit zehn Jahren geliefert. Indem siesich nun für das Prinzip entschieden, daß die Getränkebey der Fabrikation von der Steuer sollten getroffen wer-den, und nicht beym Debit, so haben sie gewiß ihreGründe hierfür gehabt.

Wahrscheinlich haben sie sich durch den Umstand lei-ten lassen, daß eine Besteuerung bey der Fabrikationviel einfacher sey und viel weniger der Defraude unter-worfen, als es beym Debile möglich, selbst wenn dieCoutrolle noch so geschärft ist. Ferner habe man beyder Fabrikation mit viel weniger Menschen zu thun, manbrauche daher auch nur wenigen Menschen durch die Con-trolle lästig zu fallen, und durch Visitationen die Haus-freyheit zu stören.

Die Franzosen erhoben auch eine kleine Abgabe beyper Fabrikation, die aber so mäßig war, daß ihr Ertrag