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Ueber Preußens Geldhaushalt und neues Steuersystem
Entstehung
Seite
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mutig, da es zu beständigen Verationcn und zu einer sehrbeschwerlichen Controlle führt. Das Gold ist bey uns blosWaare, das Silber ist der Münzstoff und der Tha-ler die Einheit. Gegen diese Einheit steigt und fällt dasGold im Preise, und der Friedrichsd'or gilt bald 5 Tha-ler 10 , bald 5 Thlr. 12 gute Groschen. In den königli-chen Kassen wird er aber zu S Thaler gerechnet. DieserUebelstand, daß man zwey Metalle als Münzsioff har,wird dadurch erhalten, daß die Beamten und Offiziereeinen Theil ihres Gehalts (gewöhnlich in Gold be-ziehen, und den Friedrichsd'or zu s Thaler ge-rechnet. Es muß also dafür gesorgt werden, daß auchFriedrichsd'or in die königlichen Kassen kommen, damitdie Beamten ihr Drittel in Gold erhalten können, undzu 5 Thaler gerechnet. Bey der Grundsteuer be-zahlt niemand in Friedrichsd'or, da man sie beym Steuer-empfänger nur zu S Thaler anbringen kann. Auch läßtsich keine gesetzliche Bestimmung machen, da die Grund-steuer zur Hälfte in Gold soll bezahlt werden, sobaldder Betrag 5 Thaler übersteigt. Denn da die Grund-steuer monatlich bezahlt wird, so geht sie gewöhnlich inKleinigkeiten ein. Die großen Gutsbesitzer, so monatlichSO oder loo Rthlr. zu bezahlen haben, würden sie aberdurch die Pachter der Grundstücke abführen lassen, umso diese Quote zu theilen und unter s Thaler zu bringen,wenn man die Hälfte in Gold haben wollte.

Da man also bey der Grundsteuer kein Gold erhebt,so mußte man die Zölle und Verbrauchsteuern für dieseErhebung benutzen. Denn der jährliche Bedarf von Gold