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Ueber Preußens Geldhaushalt und neues Steuersystem
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ist bedeutend und kann sich bis auf 382000 Stück Friedrichs-v'or belaufen. *)

Wett man nun die Bestimmung gemacht, daß, wennder Betrag des Zolls Und der Verbrauchsteuer über 8 Thä-ler ist, die Hälfte in Gold muß entrichtet werden, soereignet eS sich oft, daß die Bezahlung mit eittem Hül-ben Friedrichsd'ök geschehen MUß) welches eine Münz-sorte ist, die so wenig ausgeprägt worden, daß fast garkeine im bürgerlichen Verkehre- zu haben sind. Diesesführt dann zu allerhand unangenehmen Auseinandersetzun-gen zwischen dem Steuerpflichtigen und dem Empfänger.Niemand will gerne am Gold ohne Noch verlieren, undwenn jener auch einen ganzen Louisd'or bezahlen will,so kann der Zollbeamte auf diesen nicht herausgebeu, ohneselber wieder Schaden zu leiden.

Außerdem, daß nun diese Goldzahlung die Zölle undVerbrauchsteuern ganz unnöthigerweise verhaßt macht, soführt sie auch wieder zu einer besondern Controlle undzu einer vermehrten Schreiberey, in welche dann unserneues Steuersystem mit jedem Monate auch tiefer hinein-sinkt. Denn jetzt muß außer der gewöhnlichen Revision

*) Einige Beamten beziehen ^ ihres Gehalts in Gold, an-dere andere Nimmt man im Durchschnitt ; an, sofindet man folgende Zahlen:

Der Sold des Ofsiziercorps (S. iste Abth.) 4 , 436 ooo Thlr.Der Sold der Civilbeamten .... . . 3,206000

In allem: 7,342000 Thlr.Wobey die Justiz- und Centralstellen noch nicht mit gezähltfind. Wenn Z hiervon in Gold bezahlt wird, so beträgtdieses i,gioooo Thaler oder 582000 Stück Friedrichsd'or.