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Ueber Preußens Geldhaushalt und neues Steuersystem
Entstehung
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das thut die Natur ebenfalls, aber mehr im Großen.In den unterirdischen Salzstöcken sind auch solche Tüm-pel, in welche Quellen von süßem Wasser hereinlaufen,die dann als Salzwaffer an der anderen Seite wiederherauslaufcn und als Salzquellen zu Tage kommen.

Diese Quellen pflegen aber gewöhnlich sehr schwachzu seyn, und nur wenig Salzkristalle zu führen. Den»die Natur laßt entweder das süße Wasser nicht so langeim Salztümpel stehen, wie in Bayern und Salzburg, sodaß es sich völlig mit Salzkrisiallen sättigen könnte, oderaber es laufen beym Abflüsse noch wieder süße Quellendazu und verdünnen die Soole.

Wie dem auch seyn mag, die meisten Salzsoolensind, wenn sie aus der Erde kommen, so arm, daß esgar nicht die Kosten verlohnen würde, sie zu versieben.Man muß sie daher durch eine natürliche Verdunstung,die wenig kostet, so zu verstärken suchen, daß sie dieSiedekosten und das Feuermaterial bezahlen. Diesesgeschieht durch die Gradirung, wo die Soole durchPumpen auf die Gradirhäuser geleitet wird, so aus dreyneben- und übereinander stehenden Dornenwäuden beste-hen, über welche die Soole tropfenweise herunterfallt,und wo das Wasser bis auf die Hälfte oder ein Drittelbeym Herunterfallen verdunstet. Erst wen» die Sooleauf diese Weise concentrirt worden ist, bezahlt sie dieKosten der Feuerung.

So kostbar die Anlagen einer Saline, die Erhaltungder Gradirhäuser, des Pnmpenwerks und der Siedehäuserund Siedepfannen ist, so ist es doch öfter vortheilhaft,eine anzulegen, wenn man in der Nähe große Kohlen-