fangs des Sommers in große Teiche gelassen, die Sonneverdunstet das Wasser und das Salz bleibt auf dem Bo-den als eine röthliche Kruste liegen, so die Menschen nurzu zerbrechen habe» und mit nach Haus zu nehmen. Jederkann dann auf einmal so viel nach Haus tragen, als ermit seiner Familie in einem ganzen Jahre gebraucht, dajeder Mensch jährlich nicht mehr als 18 Pfund Salzbedarf.
Auch kann jeder noch davon an seinen Nachbar über-lassen, und selbst an sehr entfernte, wenn diese mit demMeerschiffe an die Küste kommen und sich welches mit-uehmen wollen.
Denn alle Völker sitzen^nm das Meer als um einegemeinschaftliche Tafelrunde, und sie fahren auf diesemgroßen Salztümpel immer hin und her und holen sichihre Bedürfnisse, oder bringen sie sich. Sie sind daherin einem steten Tausche mit einander begriffen. DieserTausch wird durch die große Wohlfeilheit der Seefrachtungemein erleichtert. Denn seit die Magnetnadel erfun-den ist, und die Findung der Lange und der Breite, sohat sich das gefährliche Umschleichen der Küsten in hoheSeefahrt verändert, und der Schiffer, der nun stets sei-nen Weg auf der großen Wasserwüste zu finden weiß,fahrt überall gerade zu, und oft, wenn der Wind gün-stig, in einem Tage durch 3 Breitegrade oder durch 45deutsche Meilen.
Weil dieses so schnell geht, und weil das Wasser,so das Schiff trägt, und der Wind, so es treibt, demSchiffer nichts kostet, so ist die Seefahrt so wohlfeilund die Seefracht so geringe. — Denn es ist bekannt,