Ebenfalls empfindet es der Bäcker wenig, der kn derMühle die 4 Groschen Mahksteuer bezahlt, da er diesesich vom Käufer gleich wieder geben läßt, und er nurden geringen Vorschuß zu machen hat.
Anders ist es aber auf dem Lande, wo die Leute ihreigenes Korn backen. Da finden sie es harr, daß sie,wenn sie es zur Mühle bringen, nun zuerst den Mahl-schätz bezahlen sollen, den der Müller vom Korn selbernimmt, und dann noch zweylens 4 Groschen in Geld alsMahlsteuer dazu erlegen.
Bey all diesen Steuern ist das ein sehr wesentlicherUmstand, wie solches die Staarszeitung in Nro. 48. ganzrichtig bemerkt: Ob die Menschen tnit der Be-hörde, so die Steuern erhebt, in Berührungkommen müssen oder nicht.
So werden in Berlin 30 Thaler von jeder Familieals Steuer erhoben, ohne daß sie eS bemerkt, da sie mitder Steuerbehörde in gar keine Berührung kommt. Siebezahlt an den Schlächter, an den. Bäcker, an den Bauer,und dieser gibt von dem Gelde, was er erhält, der Steur-behörde ihr bescheiden Thcil — und ohne daß sich derVerzehrer darum bekümmert, wie viel solches ist — nochob der Bäcker und Schlächter solches nun wirklich bezahlt.Um die Controlle bekümmern sie sich garnicht, — und sieiempfinden auch hinwiederumnichts von ihr.
Anders aber ist es da, wo die Gesellschaft sich nichtnach einem so künstlichen Mechanism bewegt, und wo dieMenschen sich noch nicht in die verschiedenen Thätigkei-