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Ueber Preußens Geldhaushalt und neues Steuersystem
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gehen und zu ganz kleinen Nebcnthürchen hereingehen, andenen keine königlichen Zollbeamten sitzen, sondern Pri-vatpersonen, so eine besondere Jolllinie angelegt, die nie-drigere Satze hat als die königliche Zvlllinie.

Die Frage war also nun eigentlich die: bis zu wel-chem Ertrage kann man die neue Accise bringen, so nichtan den Stadtthoren, sondern an der Landesgrenze sollerhoben werden? Und wie werden sich die Verwaltungs-kosten der Accise stellen, da bekannt ist, daß Frankreichbey einer Grenze von soo deutschen Meilen 26262 Zoll-beamten hat, die täglich 4000v Franken kosten.

'Ebenfalls ist bekannt, daß Preußen 839 deutscheMeilen Grenze hat.

Man sah gleich das Schwierige, was für einenStaat, der so gedehnte Grenzen hat, in der Ausführungeines solchen Zoll- und AccisesysiemS liegen müsse, wodie Erhebung eben an der Landesgrenze geschehen sollte,die überall offen ist. Jndcß, man hatte nur die Wahl:entweder das alte Accisesystem in den fünf Provinzen,Brandenburg, Pommern, Westpreußen, Preußen undSchlesien so fortbestehen zu lassen, wie bisher, und denandern fünf Provinzen eine ganz andere Steueroerfassungzu geben, oder aber jenes aufzuheben, und allen Pro-vinzen ein gleichförmiges Steuersystem zugeben. Denn davon hatte man sich gleich Anfangsüberzeugt, daß man in diesen fünf: Posen, Sachsen,Westphalen, Jülich-Cleve-Berg und Niederrhein keinAccisesystem einführen könne, eben weil die Gewerbe nichtauf die Städte festgebannt sind, sondern aufs Land zer-