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2 (1822)
Seite
619
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sonders die von Freyberg in ihrer Structur, ihrenJDurchschiieidnngen etc. darstellen; allein sie giebt nurunvollkommen Genugtliung einigen Thatsachen, wel-che sich in der Natur zeigen. Der Theil dieser Theo-rie, welcher die Gänge als in früher vorhanden gewe-senen Klüften gebildet, beobachtet, scheint mir aufserallen Zweifel zu seyn: seit langer Zeit ist er unter denMineralogen allgemein angenommen worden. Allein esist genau nicht so mit demjenigen, welcher die ein-zig und allein von oben bewirkte Ausfüllung betrifft;und Werner selbst nimmt eine Classe von Gängen, dieAdern ( §. 401) an, welche nicht mehr in diesem Fallesind. Die Ausfüllung von oben ist durchaus unwider-sprechlich für die Gänge, welche Geschiebe, Verstei-nerungen enthalten , für die Gänge von Sandstein-Sand etc.; sie ist es für die Basalt-Gänge, wovon wir( 5 - 582 ) gesprochen haben: sie ist es in meinen Augenfür eine grofse Anzahl von Erzgängen, die ich beob-achtet .habe: allein, ist sie es ebenfalls für alle? Ich

würde nicht wagen, es zu. bejahen. .Mau erlaube mirfolgende Bemerkung,

Bemerkung.

Wenn ich in einer Gegend von hundert Meilen Ver-breitung, die einzig aus Gesteinen von grober Textur,7,11m Beyspiel Sandstein und Thomchiefer (Grauwacken-sclüefer) besieht, zahlreiche Gange von Bleyglanz undsehr krystallinischen Quarze sehe; wenn ich in den,Gneisgebirgen von einer eben so grofsen Verbreitung,eine Menge Silber - und Spathgänge finde, und nichtdie mindeste Spur dieser Substanzen in der Masse je-ner Gebirge sehe, so ist mir sehr schwer begreiflich,dafs diese Gänge das Product einer Auflösung seyen,welche die Gegend bedeckend, in die Klüfte drang, undda die Stoffe, womit sie beladen war, absetzte. Würdesie denn ihre Niederschläge nur in diese Klüfte abge-setzt haben? Man begreift wohl, dafs ein an einem