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2 (1822)
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Diese fast immer mit Schwefelsäure und manch-mal mit Salzsäure beladenen Dämpfe greifen dieLaven, welche sich ihnen im Wege befinden, an,und durchdringen sie, sie erschlaffen und zerstörenderen Gewebe, erweichen sie, lösen sie auf undziehen einige ihrer Grundstoffe, besonders das Ei-sen mit fort, und nachdem sie seibige mit verschie-denen Nuancen gefärbt haben, entfärben sie sieendlich und verwandeln sie in eine Erde, die somild wie Thon ist (Spallanznni).

Wenn man auf der Spitze des Vesuvs ankommt,sagt Hr. Menard de la Groy e, glaubt mau in eini-ger Entfernung blühende weifse, gelbe, röthlicheMoose zu sehen: und jene Plätze haben fast alledie Weichheit eines Torflandcs.

Die Dämpfe entfärben und zersetzen in wenigTagen nicht allein die Oberfläche der härtesten,steinigen Basalte, sondern sie greifen auch die gla-sigen Laven an. Spallanzani hat auf dem Krater desVolcano vulcanische Glasmassen bemerkt, die durchdie Dämpfe in mürbe und undurchsichtige, einennoch glasigen Kern enthaltende, Aschenmassen ver-wandelt waren. Die Bimstcine waren dort ebenfallszersetzt, und bisweilen machte die blofse Berüh-rung, dafs diejenigen in Staub zerfielen, welche ihrGewebe erhalten za haben schienen.

Von den Dämpfen herrührende Wiederar-zeugungen.

§. 588. Jene Zersetzungen sind oft mit Wie-dererzeugungen begleitet. Die sauren Dämpfe be-mächtigen sieh bey ihrem Zuge durch die Lavenverschiedener, für die Verbindung mit ihnen em-pfänglicher, Grundstoffe, und bringen ein wenigweiter salzige Substanzen auf der Oberfläche der