Druckschrift 
2 (1822)
Seite
391
Einzelbild herunterladen
 

öyi

Die Festigkeit der Sandsteine zeigt grofse \ er-schiedenheiten; bald sind die Körner wenig anein-anderliiingeud: ein blolscr Stofs reicht hin, sie zu.

trennen und ein Stück Stein in Sand zerfallen zumachen: sonst nahem sich ihre Harle und Festig-keit dem Kiesel.

Dieses Kiesel - Lager enthält keine oder fastkeine Muscheln: wir haben schon bemerkt, dais dieMollusken, die Kieselerde enthaltenden Gewässerzu Hieben scheinen ; jedoch hat man in den obernTheilen, hauptsächlich in denen, worin sicli einKalksand findet, einige Muscheln, welche denendes untern Seekalksleins und vielleicht mehr nochdenen der Mergel ähnlich sind, auf welchen jenerSand und Sandsteine ruhen.

Man wird bey den von uns gegebenen Beschreibun-gen gewifs über das beständige Vorkommen der Mu-scheln mitten in den Kalkstein -Schieb ten und Massen,und ihre Abwesenheit oder Seltenheit in den Schichtenvon einer andern Beschaffenheit, welche eingeschobenund folglich zu gleicher Zeit gebildet worden sind, ge-wifj verwundert worden seyn. Diese Vorliebe der Ma-sciiciihiere für den Kalk wird auch auf der Oberflächeunserer Continente bemerkt: sie sind sowohl zahlreicherals grofser in den Kalkländern, als in den Granit-Län-dern. Würden sie den Kalk - Gesteinen und Gebirgeneinen Tlieil ihrer Substanz und des Stoffes ihrer Mu-scheln nehmen ? Dies wäre das Umgekehrte von dem,Was mehrere Geologen verbreitet haben; der ganze Kalkdes Mineral - Reichs schien ihnen ein Product der Zoo-pliyten, Mollusken etc. zu seyn.

In einigen Theilen des Gebirges der Umgehun-gen von Paris enthalten die Sandsteine eine ziem-lich grofse Menge Körner oder kleine Geschiebevon Kiesel, Quarz und sogar lydisehen Steine, wel-