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2 (1822)
Seite
331
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Hr. von Buch bemerkt, dafs in dem SalzburgschcnLande , so wie in einigen andern GegendenDeutschlands, der Kalkstein von dem Sandsteine,auf dem er ruhet, durch eine an Fossilen, haupt-sächlich an Entrochiten und Trochiten, sehr reiche'Schicht getrennt ist, uud dafs ihre Menge im All-gemeinen abnimmt, je hoher man steigt.

Dieser Mineralog und Hr. von Humboldt suchten zu-erst. dem nördlichen Kalksteine der Alpc-n seine geo-gnostisclie Stelle auzuweisen. Seitdem ist er der beson-dere Gegenstand der Studien des Hin. Esclier gewesen:indeni dieser Gelehrte ihn in seinem Ganzen betrach-tete, da er sähe, dafs der dem Urgebirge zunächst lie-gende Theil ein krystallinisches Korn hat, dafs diefolgenden Schichten von einem schwarzen und mit vielKieselerde und Tlion vermischten Kalksteine gebildetsind, dafs endlich die äufsern Schichten iu einem dich-ten und von einer solchen Mischung freyen Kalksteinebestehen, so glaubte er, dafs er in mineralogischer Be-ziehung, in Uebcrgangs- Kalkstein, Hochge-b i r g s - Ka 1 k s t e i n und Alpen - Kalksteinetheiltwerden könnte: in geognosLischer Beziehung vereinigter in dieselbe Classe die beyden ersten Kalksteine, undhatte die gemeiniglich angenommene EinUieilung, denUebergangs - und den Alpen - Kalkstein ; allein seit ei-nigen Jahren hat ihm eine neue Untersuchung der Ortegezeigt, dafs in der Wirklichkeit keine Gränze zwischendiesen beyden Gesteinen bestund; und nach Urkunden,die er die Güte hatte, mir endlich zu übergeben, glaubter nicht mehr, sie trennen zu können. Hr. von Cliar-pentier ist in derselben Meinung, und setzt allen Kalk-stein in der Schweiz ganz in die Uebergangs - Gebirgezwischen die grofse Sandstein Formation und den Ur-Boden ; für ihn giebt es keinen Alpen - Kalksteinmehr.