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2 (1822)
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Mergel - Schiefer.

§. 287. Der Mergel-Schiefer, welcher immer'das unterste Flötz der Formation bildet, ist baldrein, bald mit Bitumen geschwängert, bald mitSand vermengt: die drey von jenen drey Umstün-den entstehenden Varietäten behalten ziemlich ge-wöhnlich dieselbe Ordnung von gegenseitiger Lageund theilcn also das Flötz in drey Schichten: dieoberste, oder das Dach (das Hangende) ist ziem-lich reiner Mergel; die folgende, gewöhnlich mitBitumen beladene, bildet den bituminösen Mer-gelschiefer; und ciie unterste oder die Sohle(das Liegende) ist sandig; sie wird von den Berg-leuten weil's Liegendes genannt, im Gegensatzmit dem Sandsteine, oder dem rothen biegen-den, welches darunter ist, und wovon wir (§. 270)gesprochen haben.

Das Flötz von bituminösen Mcrgelsehiefer istsowohl in mineralogischer Hinsicht durch seine Zu-sammensetzung, als in geologischer Beziehung durchseine grdfse Verbreitung und Dauer sehr merkwür-dig, welche bey der Lrforschung der Formationender Gegend den Bezcichnungspunct derselben uus-niaclit; cs ist es auch für den Bergmann wegender Metalle, die er aus selbigen nimmt, und fürden Naturforscher durch die Menge der Spurenvon Fischen und andern Tliiercu, welche selbigesenthalt.

Es bildet sich im Maimsleldischcn vor, er-streckt sich nach Thüringen, Franken einer Seils,und nach dem Ilarz und Hessen andererseits; die-ser grol'scn V erbreitung obngeaelilet ist seine Dickeim Mittel nicht einen Fuls; Hr, Freicsleben setztsie zwischen acht und sechzehn Zoll (französ. Maats).Seine Masse besteht in einem ziemlich reinen, mit