Druckschrift 
2 (1822)
Seite
309
Einzelbild herunterladen
 

jag

Dritter Abschnitt.

Dritte Sandstein -Formation,

(Fast ganz quarziger Sandstein).

. Quader Sandstein, nach Werner.

§. 282. Die dritte Formation bestellet haupt-sächlich in einem gemeiniglich wcifslichcn Sandstei-ne von sehr feinen, mit einem gewöhnlich thonigen,sehr wenig häufigen und bisweilen sogar last un-sichtbaren, Bindemittel zusammcngckilletcn Quarz-körnern; in gewissen "Varietäten ist er kieselig undwird übrigens mit Quarz - Adern durchzogen. Aneinigen Orten hat er wenig Festigkeit und löfst sichleicht in weisen und sehr feinen .Sand auf: in an-

dern ist er zäher, widersteht der Zersetzung undwird mit gutem Frfolge zu Bauen und in der Bau-kunst gebraucht: daher der Name Quadersand-stein, welcher ihm von Werner und den deutschenMineralogen gegeben worden ist. ,

Er bildet allein ziemlich beträchtliche Gehirgs-massen. Einige sehr kleine Tlioile Eisenerz, einigeschwache Steinkohlen-Flötze von Weite zu Weite,unterbrechen kaum die Gleichartigkeit dieser Mas-sen.

Sie sind ausgezeichnet geschichtet, allein in oftdicken Schichten. Sie werden übrigens häufig mitsenkrechten Klüften durchschnitten, welche, sichunter rechten Winkeln schneidend, das Gesteingleichsam in Werkstücken theileu (§. n 5 .) Man hatauch Sandsteine in Kugeln; der gröfste Tlieii der-jenigen, die man auf der Oberfläche des Bodens fin-det, scheinen mir hlofse Wirkung der Zersetzung