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2 (1822)
Seite
164
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IcJx erkläre hier, aut' eine genaue Art, was ich durchkörnige Textur verstelle. Ais die Gesteine in dev Kvy-stallisation günstigen Umständen fest wurden, so bil-deten sie sich in krystallinisciien Körnern, oder unvoll-kommenen von dem vieleckigen Umfange entblöfstenKrvstallen ; wenn die Gesteine verschiedene Grundstoffeenthielten, wovon jeder sich für sielt gebildet hat, sowird man verschiedene Kötner von Quarz, Ieldspath,Hornblende, mit einem Wort, ein Granit - Gestein ha-ben. Allein, wenn das Gestein nur einen Stoff entblei-te so werden alle Körner von einerley Gattung, unddie Textur wird bios körnig styn: die Körner werden

in den Mineralien von blätteriger Slructur blättrigscyn, so wie in den Marmorarteu, Feldspathen etc.;allein in den Mineralien , welche diese Structur nichtmehr haben, so wie der Quarz, werden diese Körnersodann dicht, allein sehr oft unteischieden seyn. Einalso beschaffener Quarz it das,, was man einen kör-nigen Quarz und bisweilen einen w e i t k ö r n i g e uQuarz (Quartz granuleux) nennt, wenn die Körner sehrabgesondert sind. Er wird sodann, durch eine Vermin-derung iu der Gröfse des Kornes, entweder dicht oderschuppig, eben so wie der blättrige Kalkstein dicht undschuppig wird. ln einigen Fällen sogar kann diekörnige Structur des Quarzes die Folge einer unordent-lichen Krystallisation seyn, ähnlich der, welche dieKörner der Dolomiten oder der Oolithen (Iloggensteine)hervorgtbracht hat (J. 118 und 119).

Ich glaubte auf diese Bildur.gs - Weise oder Structurbestellen zu müssen , um einem Irrthume zu begegnen,in welchen verschiedene Mineralogen gefallen sind,und welcher ihnen körnige Quarze lür Sandsteine lull-ten lieG, Saussure selbst hebt in den letzten Bändenseiner Werke einige Irrthfimer dieser Art wiederauf, welche er in den erstem gemacht batte, und Ilr.Brocliant batte auch verschiedene Sandsteine jenes be-rühmten Naturforschers wieder unter die Quarze zubringen Q.

1) Journal des Mines, XXIII. Band, S. 555.