Druckschrift 
2 (1822)
Seite
148
Einzelbild herunterladen
 

mau sich als eine Walkererde bedienen kann undwirklich bedient. Ö o ist die von llofswcin in Sach-sen; das Gestein, von -welchem sie herkommt, liegtan der Stelle; es ist ein körniger (Granit) Grün-stem; ich habe in einem Steinbriiclie die Horn-blende - und Fildspalh - Körner deutlich gesellen;die erstem waren grün und die andern wcils; bey-de waren durchaus erdig und bildeten gleichsameine Masse (denn das Gebirge war feucht): die

grünen Tlieile fühlten sich am weichsten an. llr.von Buch hat in Schlesien bey Wariha und llie-gelsdorf eine ebenfalls von der Zersetzung einesGrünsteins (Eupliotnl) herrührende Walkererdegesehen, und obsehon der Feldspat!) von der Horn-blende gefärbt war, unterschied er doch diese bey-den Substanzen 1 ).

§. 20y. lieber die Schichtung der Hornblende-geslcine haben wir nichts besonderes zu sagen; dievon körniger Struetur sind in demselben lalle alsdie Granite, und die von schiefriger Slrueiur sindwie die Gneise und Glimmerschiefer, welche sieenthalten; ich bemerke nur, dafs sie sich wenigerleicht als jene Gesteine in Blätter absondern: dieBlätter derselben sind gewöhnlich eben und dick,ihre Oberfläche stellt Strahleu oder ein gestreiftesund seidenartiges Ansehen dar, welches an selbi-gem auch die Anwesenheit der Hornblende erken-nen läfst.

Da die Hornhlendegesleine, wenigstens nachden zu meiner Kenntnifs gekommenen .Nachrich-ten, sich als Tlieile anderer Gebirge vorgefundenhaben, nnd nicht seihst grofse Gebirge ausmachcn,

j) Geognostische Beobachtungen, i Band. 'S, 71.