Druckschrift 
2 (1822)
Seite
128
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Zersetzung.

§. 201. Der Porphyr ist, so wie alle Feldspafh-Gcsteinc, ( 1 er Zersetzung unterworfen. Die zahl-reichen ihn durchziehenden Spalten begünstigen be-sonders diese Kraft, und dienen ihr zum Beförde-rungsmittel: wenn man diese Gesteine zerschlägt, sosichet man, dafs die den Spalten zunächst liegen-den Theile mehr, als die übrige Masse, verändertsind. Dcbrigens giebt es hier eben so, wie in denGraniten ziemlich grofse Unterschiede in der Fä-higkeit zur Zersetzung der verschiedenen Porphyre;jedoch giebt es dergleichen etwas weniger; die dich-te Textur, welche bis zu einem gewissen Puncteder Wirkung der zerstörenden Kräfte mehr llindcr-nii's entgegensetzt, scheint dergleichen auch dengrofsen Unebenheiten entgegen zu seLzen. Diesem-nach werden die Porphv r - Gebirge nicht so vielZacken und zerrissene Formen darstellen. Sie neh-men an einer grofsen Anzahl Orte, zum Beyspiel inSchlesien und Sachsen, die Kegel-Gestalt an; sonstmachen sie, abgekürzten Kegeln ähnlich, den Gi-pfel einiger andern Erhöhungen des Bodens aus.Üebrigens rundet sich ihr Gipfel ab, und stellt sichunter dem Bilde einer mehr oder weniger vollkom-menen und mehr oder weniger erhöbeten Kuppeldar: so hat Dolomieu die Haupt - Porphyr - Gipfel

der Yoggesen, und von Born die in Ungarn ge-sehen.

Die meisten Porphyr - Gebirge, welche ich zubeobachten Gelegenheit hatte , sind unfruchtbar.Keins schien mir zur Vegetation geeignet: vielleichtist dieser Umstand nur denen eigen, welche ich ge-sehen habe.