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überreden solle, ein Versprechen einzugehen, durchwelches dieser die seinen Kirche schuldige Achtung ver-letzt und gegen sein Gewissen handelt? Und wenn nunder andere Theil seine Kirche eben so hoch hält alsder katholische und da6 Versprechen nicht eingehc, wassoll dann geschehen? Nun dann, sagen Sie kurzund rund, mag die Ehe unterbleiben. Also soll dieWeigerung des protestantischen Theiles das zu thun,was der katholische zu thun sich weigert, diesen be-rechtigen, seine Zusüge zurückzunehmen und die Ver-lobte zu verlassen? Also sollen der Prätension, nichtder katholischen Kirche (denn viele ihrer Mitgliedersind sern von solcher Anmaaßung), sondern der Hierar-chie Treue und liebe ausgeopfert werden? Und wa-rum? Weil, sagen Sie, der Kotholik die ordent-liche (läßt eine andere in Gottes Reiche sich denken?)Erreichung des ewigen Heiles auf seine Kir-che beschränkt. Der Katholik, der diesen Wahn nährt,kann in den Fall, von welchem hier die Rede ist,gar nicht kommen; denn wer könnte sich entschließeneinen zur ewigen Verdammst Bestimmten zu seinemGemahle zu erwählen? Glaubt aber der Katholik,daß auch sein protestantischer Gatte nicht ausgeschlossensey von dem Himmel, so kann er auch nicht fürchten,daß diejenigen seine Kinder, welche in der lehre derprotestantischen Kirche auferzogen werden, das ewigeHeil verscherzen möchten.
Gleichheit der Rechte heißt das durch den Wie-ner Frieden und die Deutsche Bundeöacte sanctionirteGesetz, welches fortan in den Deutschen Staaten gel-ten soll; und gegen dieses Gesetz streitet die Präten-sion, welche Sie, besangen in der Ansicht einer un-