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Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet : Nebst einem Sendschreiben des Verfassers an Herrn Abt Maximilian Prechtl
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äußert, daß ich mit selbstgeschaffenen Gegnern käm-psete, und meine ganze Schrift nur ein leeres Luft-gefecht sey. Nach diesen Aeußcrungen hätte man er-warten sollen, daß Sie, was ich zu beweisen unter-nahm, für keines Beweises bedürftig erklären und sa-gen würden: es ist wahr, der Protestantismus hat keinerevolutionäre Tendenz, er ist nicht aus einer Revolutionhervorgcgangen, der Geist der Prüfung, den er weckt, füh-ret nicht zu revolutionären Bestrebungen, und ob ergleich kein Priesterthum hat und keine Inquisition, sokann doch auch er durch die Kraft der christlichen lehreden Staatszweck fördern. So mußten Sie Sicherklären, wenn Sie mit Sich selbst übereinstimmenwollten, und so konnten Sie Sich erklären, ohnedie Grundsätze des Katholicismus zu verläugncn.Das aber haben Sie nicht gethan, weil Sie demReize, den Protestantismus in einem nachtheiligenlichte darzustellen, nicht zu widerstehen vermochten,und lieber wollten Sie Sich selbst widersprechen, alseine solche Gelegenheit unbenutzt lassen. Zwar daß dieReformation des sechszehnten Jahrhundertes keine bür-gerliche Revolution gewesen sey, scheinen Sie zuzuge-bcn. Dagegen wollen S ie sie durchaus eine kirchlicheRevolution genannt wissen, und zwar deshalb, weilsie Empörung gegen die kirchliche Obrigkeit gewesensey; wobey Sie jedoch den Umstand übersehen ha-ben, daß den Protestanten die päpstliche und bischöf-liche Gewalt, weil von ihr in den heiligen Schriftennichts geschrieben steht, eine Usurpation war, nichtaber eine gesetzliche Auetorität, gegen welche allein Em-pörung möglich ist. Auch erwähnen Sie den vonmir selbst erwähneten Bauernaufstand und die Aeuße-