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Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet : Nebst einem Sendschreiben des Verfassers an Herrn Abt Maximilian Prechtl
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reden, ziehet der heil. Vater in Ueberlegung, daß,wenn die Rechte der Fürsten, von denen im gegen-wärtigen Artikel der Declaration die Rede ist, nichtauf die weltliche Verfassung beschränkt würden, son-dern wenn man die angeblichen Rechte circa sacradarunter verstehen und diese nach der Ausdehnung be-messen wollte, welche denenselben von den Deutschenprotestantischen oder auch von katholischen, von irrigerLehre angesteckten, RechtSpublicisten gegeben wird, sowürden die Erzbischöfe mit ihrem Gewissen oft sehr inVerlegenheit kommen, um das gegebene Wort zu hal,ten, und oft könnten sie sogar durch ihre eigenen Pflich-ten gezwungen werden, e6 nicht zu halten."

Zugeben muß man hier dem Papste, daß aller-dings die sura xriircipum. circa sacra von vielenPublicisten zu weit ausgedehnt worden sind. Die Kircheist eine für einen besonder«, und zwar für den höchstenZweck, den Menschen sich setzen können, vereinigte Ge-sellschaft, und kann daher nicht wünschen, daß sie zueiner bloßen Polizeyanstalt erniedrigt und genöthigtwerde, von irgend einer fremden Auctorität ihr Symbolund ihre Liturgie anzunchmen, und von dieser, alsob sie eine Unmündige wäre, ihr Gut verwalten zu !lassen. Die Abhängigkeit vom Staate, welche dasTerritorialsystem behauptet und an vielen Orten hervor-gebracht hat, kann allerdings weder die protestantischenoch die katholische Kirche für ein ihrem Zwecke för-derliches Verhältniß erklären, nur daß der KatholiciS-muö die von den Staatsgewalten usurpirten Rechte fürden Papst und die Hierarchie in Anspruch nimmt, dieprotestantische Kirche aber sie für sich selbst reclamirtund durch Synoden sie auszuüben wünscht. Rechte