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eines Pfarramtes nicht wohl zugemuthet werden kann,so werden meist solche zu den bischöflichen Aemkerngelangen, die hierzu durch das Verdienst ihrer Ge-burt oder des ReichthumeS ihrer Familie berechtigt sind.Aus diesem Grunde sollen die Capitel allein, ohne dieConcurrenz der Pfarrer, wählen, und der Papst hatgewiß sehr Recht, hierauf zu dringen, da es einemaus einer adelichen und wohlhabenden Familie entsprosse-nen Bischöfe schon empfindlich seyn müßte, wenn einbloßer Pfarrer auch nur Antheil an seiner Wahl ge.habt hchte. Solche Herren müssen Niemanden als nurihres Gleichen irgend etwas verdanken.
Die Pfarrer scheinen überhaupt wenig in den Au-gen des heil. Vaters zu gelten; denn nicht genug, daßer sie von der Theilnahme an den BischosSwahlen aus-schließen will, er kümmert sich auch gar nicht um ihrSchicksal und denkt nicht daran, sie auf irgend eineWeife gegen die Eigenmacht und Willkühr der Bi-schöfe sicherzustellen. Von den Pfarrern ist weder hiernoch in den jüngst abgeschlossenen Concördaten die Rede.Nur die Bischöfe und die Capitel sind der Gegen-stand seiner Sorge ch.
*) Die Sorge für diese aber erstreckt sich mich bis aufbas Kleinste. So weiset er den Vollzieher der Dulle vom16tm Zul. 1821. Leinte animai-um, welche in die Preu,fische Gesetzsammlung ausgenommen worden ist, an, (Gcsetzsamm,lung für die Preußischen Staaten Nr. 12 . S. 146.), nichtnur eine anständige Residenz, sondern auch einen Sommer,aufrnthalt für die Bischöfe auszumitteln. In derselben Bulle(am angeführten Orte S. 139.) verleihet er den Capitularendes Aachner Collegiatstiftes das wichtige Privilegium, violettseidene Grvßtalare zu tragen, mit seidenen Schnüren aufge,schürzt, und im Winter Hcrmelinfcll, im Sommer Mozetten