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Protestantismus und Katholicismus aus dem Standpuncte der Politik betrachtet : Nebst einem Sendschreiben des Verfassers an Herrn Abt Maximilian Prechtl
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chem die Feinde der Religion, um ihre gottlosen Ab.sichten zu erreichen, angefangen haben, den Primat desRömischen BischoseS von allen Seiten zu bekämpfen,"so zählt er damit die protestantischen Fürsten, welche,eben weil sie Protestanten sind, zu denen gehören, dieden Primat des Römischen BischoseS bestreiten, zu denFeinden der Religion, und wenn S. 390. das Miß-fallen über die Geringfügigkeit der den Bischöfen zuLimburg und Fulda zugedachten Dotation mit den Wor-ten, dieser Gehalt sey zu erbärmlich oder zu elend(troxpo ruesekckno) geäußert wird, so scheint einsolcher Ausdruck nicht ganz schicklich gewählt zu seyn.Auch wäre wohl zu erwarten gewesen, daß man sichentweder in der Römischen Curialsprache, in der Latei-nischen, oder in der allgemeinen diplomatischen Sprachedieser Zeit, in der Französischen, nicht aber in derItalienischen, mit den Deputaten der Deutschen Für-. sten und Regierungen vernehmen würde, welche ihreErwiederung mit völlig gleichem Rechte auch in ihrerLandessprache hätten aufseHen, und, waö ihnen zuge-muthet ward, gegenseitig dem Cardinale Consalvi hät-ten zumuthen können, daß er nämlich die Sprachederer lerne, mit denen er unterhandeln will. Merk-würdiger aber als der Ton dieser Note sind die darinan den Tag gelegten Ansichten des Papstes, welchewohl von einem Deutschen Publicisten gründlich ge-prüft zu werden verdienten. Hier können und sollennur einige Stellen ausgehoben und beurtheilt werden.

Die erste sey die, in welcher S. 246—3S0über die Seminarien und Universitäten folgendermaaßengeredet wird: „Aus dem letzten §. des vierten Arti-kels har Sr. Heiligkeit ersehen, daß die Schulen der