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i das System absoluter Gewalt sich geltend machen,
^ und sicher werden die Bürger da am willigsten unbe-,i dingten Gehorsam leisten, wo sie auf gleiche Weise ih-z ren geistlichen Obern zu gehorchen gewöhnt sind. UndH selbst die Lehre muß weit starker auf die Gemüther^ wirken, wenn sie nicht von bloßen Lehrern oder Pre-^ digern, sondern von Priestern verkündigt wird, welche'i die Schlüssel des Himmelreiches halten und binden
E und lösen können. Vornehmlich aber muß der Staat,
^ in welchem der Katholiciömus gilt, darum sich Glück,ij wünschen, weil durch ihn das theokratische Princip,
^ die Idee, daß das weltliche Regiment von Gott selbst
^ neben das geistliche gestellt sey, und der König aus
göttlicher Machtvollkommenheit und vermöge göttlicher8 Einsetzung (Del Gratia, nicht aonsensu. xoxuli)^ das Volk regiere, begründet und gehalten wird. Am
'l ehrwürdigsten stehet doch sicher der Fürst vor seinem
^ Volke, welcher ihm als der Statthalter Gottes er-
4 scheinet; und zu dieser Ansicht eben führet der Katho-
^ liciömuö, indem er die göttliche Einsetzung des christli-
H chen PriesterthumeS und der Hierarchie behauptet, undi neben die geistliche die weltliche Gewalt, auch als einei unmittelbar vom Himmel stammende und mit absolu-- ter Machtvollkommenheit ausgerüstete Auctorität, stellet.
Und nicht bloß die göttliche Einsetzung der weltlichen^ Macht, sondern namentlich auch das monarchische
^ Princip wird von dem Römischen KatholicismuS ins-
4 besondere gestützt und empfohlen. Die Römischkatho-
Z lische Kirche ist eine Monarchie, und hierdurch eben
E begünstiget sie das monarchische Princip, und präget
>E den Völkern den Gedanken ein, daß, wie die Kirche,
Z so auch der Staat ein Haupt haben müsse.