Zweiter Akt. Achter Auftritt.
411
Er faßte mit der Hand hinein,
Den Schimmer einznstccken;
Da triibte sich des Wassers Rand,
Das glänz'ge Mondesbild verschwandUnd seine Hand war —
(Ventidius steht aas. Er hat wahrend dessen unbemerkt eine Locke vonThusneldenS Haar geschnitten, wendet sich ab, und drückt sie leiden-schnstlich an seine Lippe. Thusnelda hält inne)
Was hast du?
hentidins. lentjückt)
— Was ich nm das Gold der Äsern,
Die Seide Persiens, die Perlen von Korinth,
Um alles, was die Römerwaffen
Je in dem Kreis der Welt erbeuteten, nicht lasse.
Thusnelda.
Ich glaub', du treibst die Dreistigkeit so weit,
Und nahmst mir — lsie legt di- Lunte weg)
h entidius.
Nichts als diese Locke!
Doch selbst der Tod nicht trennt mich mehr von ihr.
(er beugt ehrfurchtsvoll ein Knie vor ihr und geht ab)Thusnelda, ist-ht aus)
Ventidius Carbo! du beleidigst mich! —
Gieb sie mir her, sag' ich! — Ventidius Carbo!
Achter Auftritt.
(Herrmann mit einer Pcrgnmcntrollc. Hinter ihm Eginhardt. — Diehörigen)
H errmann.
Was giebt's, mein Thuschen? was erhitzt dich so?