Z68
Prinz Friedrich von Homburg.
So lebhaft, meint' er, Hab' er nie geträumt —
Und fester Glaube baut sich in ihm auf,
Der Himmel Hab' ein Zeichen ihm gegeben:
Es werde Alles, was sein Geist gesehn:
Jungfrau und Lorbeerkranz und Ehrenschmuck,
Gott, an dem Tag der nächsten Schlacht, ihm schenken.
Kurfürst.
Hm! sonderbar! — Und jener Handschuh? —Hohcnzo llcrn.
Ja!
Dies Stück des Traums, das ihm verkörpert ward,Zerstört zugleich und kräftigt seinen Glauben.
Zuerst mit großem Aug' sieht er ihn an: —
Weiß ist die Färb', er scheint, nach Art und Bildung,Von einer Dame Hand: — doch weil er keineZu Nacht, der er entnommen könnte sein,
Im Garten sprach, — durchkreuzt in seinem DichtenVon mir, der zur Parol auf's Schloß ihn ruft, —Vergißt er, was er nicht begreifen kann,
Und steckt zerstreut den Handschuh in's Collet.
Kurfürst.
Nun? drauf?
Hohenzollcrn.
Drauf tritt er nun mit Stift und TafelIn's Schloß, aus des Feldmarschalls Mund in frommerAufmerksamkeit den Schlachtbefehl zu hören;
Die Fürstin und Prinzessin, reisefertigBefinden grad' im Herrensaal sich auch.
Doch wer ermißt das ungeheure Staunen,
Das ihn ergreift, da die Prinzess' den Handschuh,
Den er sich in's Collet gesteckt, vermißt!