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2 (1859) Der zerbrochene Krug; Das Käthchen von Heilbronn; Prinz Friedrich von Homburg; Die Herrmannsschlacht
Entstehung
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Fünfter Akt. Fünfter Auftritt.

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Da wir den Prinzen, tief versenkt im Schlaf,

Im Garten unter den Platanen fanden:

Vom Sieg des nächsten Tages mocht' er träumen,

Und einen Lorbeer hielt er in der Hand.

Du, gleichsam um sein tiefes Herz zu prüfen,

Nahmst ihm den Kranz hinweg, die Kette schlangst du,Die dir vom Hals hängt, lächelnd um das Laub;

Und reichtest Kranz und Kette, so verschlungen,

Dem Fräulein, deiner edlen Nichte, hin.

Der Prinz steht, bei so wunderbarem Anblick,

Erröthend auf; so süße Dinge will er,

Und von so lieber Hand gereicht, ergreifen:

Du aber, die Prinzessin rückwärts führend,

Entziehst dich eilig ihm; die Thür empfängt dich,Jungfrau und Kett' und Lorbeerkranz verschwinden,

Und einsam einen Handschuh in der Hand,

Den er nicht weiß er selber, wem - entrissenIm Schooß der Mitternacht, bleibt er zurück.

Kurfürst.

Welch' einen Handschuh?

Hohenzollcrn.

Herr, laß mich vollenden!Die Sache war ein Scherz; jedoch von welcherBedeutung ihm, das lernt' ich bald erkennen;

Denn, da ich durch des Gartens hiutre PforteJetzt zu ihm schleich', als wär's von ungefähr,

Und ihn erweck', und er die Sinne sammelt:

Gießt die Erinnrung Freude über ihn,

Nicht Rührenders fürwahr, kannst du dir denken!

Den ganzen Vorfall, gleich, als wär's ein Traum,

Trägt er bis auf den kleinsten Zug mir vor;