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Prinz Friedrich von Homburg.
Kurfürst.
Er ist begnadigt! —
Ich will sogleich das Nöthige erlassen.
Natalie.
O Liebster! ist es wirklich wahr?
Kurfürst.
Du borst!
Natalie.
Ihm soll vergeben sein? er stirbt jetzt nicht?
Kurfürst.
Bei meinem Eid! ich schwör's dir zu! Wie werd' ichMich gegen solchen Kriegers Meinung setzen?
Die höchste Achtung, wie dir wohl bekannt,
Trag' ich im Innersten für sein Gefühl:
Wenn er den Spruch für ungerecht kann halten
Cassir' ich die Artikel: er ist frei! — (er bringt ihr einen Stuhl)
Willst du auf einen Augenblick dich setzen?
(ec geh! an den Tisch, setzt sich und schreibt. -— Pause)Natalie, (für sich)
Ach, Herz, was klopfst du also an dein Hans?
Kurfürst, (indem er schreibt)
Der Prinz ist drüben noch im Schloß?
N a l a t i e.
Verzieh!
Er ist in seine Haft zurückgekehrt. —
Kurfürst.
(endigt und siegelt; hierauf kehrt er mit dem Brief wieder zur Prinzessin zurück)Fürwahr, mein Töchterchen, mein Nichtchen weinte!
Und ich, dem ihre Freude anvcrtrant,
Mußt' ihrer holden Augen Himmel trüben!
(er legt den Arm um ihren Leib)Willst du den Brief ihm selber Überbringer!? —