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2 (1859) Der zerbrochene Krug; Das Käthchen von Heilbronn; Prinz Friedrich von Homburg; Die Herrmannsschlacht
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Fünfter Akt. Erster Auftritt.

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Den ganzen Vorfall der SylvestcrnachtAls ein Gebild des Fiebers, und so wenigAls es mich kümmern würde, träumtest du,

Ich sei ein Jud', so wenig kümmre dich,

Daß ich geras't, die Tochter jenes MannesSei meines hochverehrten Kaisers Kind!

Erzbischof.

Mein Fürst und Herr, mit diesem Wort fürwahr,Kann sich des Klägers wackres Herz beruh'gcn.Geheimer Wissenschaft, sein Weib beiressend,Rühmt er sich nicht; schan, was er der MarianeJüngst in geheimer Zwiesprach' vorgeschwatzt:

Er hat es eben jetzo widerrufen!

Straft um den Wunderbar: der Welt ihn nicht,Der ihn auf einen Augenblick verwirrt.

Er gab vor einer Stund', o Theobald,

Mir seine Hand, das Käthchen, wenn du kommst,Zu Strahl in seiner Burg dir abznliefern;

Geh' hin und tröste dich und hole sie,

Du alter Herr, und laß die Sache rnhn!

Theobald.

Verfluchter Heuchler du, wie kannst du läugnen,Daß deine Seele ganz durchdrungen ist,

Vom Wirbel bis zur Sohle, von dem Glauben,Daß sie des Kaisers Bankerttochtcr sei?

Hast du den Tag nicht, bei dem Kirchenspiel,Erforscht, wann sie geboren, nicht berechnet,Wohin die Stunde der Empfäugniß fällt;

Nicht ausgemittelt mit verruchtem Witze,

Daß die erhabne Majestät des Kaisers

Vor sechzehn Lenzen durch Heilbronn geschweift?