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2 (1859) Der zerbrochene Krug; Das Käthchen von Heilbronn; Prinz Friedrich von Homburg; Die Herrmannsschlacht
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Dritter Akt. Erster Austritt.

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Theobald.

Nun wohlan, so merk' auf, uud prüfe dein Herz wohl! Duwillst in das Kloster der Ursulinerinnen gehen, das tief im einsamenkieferreichen Gebirge seinen Sitz hat. Die Welt, der liebliche Schau-platz des Lebens, reizt dich nicht mehr; Gottes Antlitz, in Abgezogen-hcit und Frömmigkeit angcschant, soll dir Vater, Hochzeit, Kind, undder Kuß kleiner blühender Enkel sein.

Kiilhchc n.

Ja mein lieber Vater.

Theobald, (nach ciner kurzen Pause)

Wie wär's, wenn du auf ein Paar Wochen, da die Witterungnoch schön ist, zu dem Gemäuer zurückkehrtest, und dir die Sache einwenig überlegtest?

Kiithchc n.

Wie?

Theobald.

Wenn du wieder hingingst, mein' ich, nach der Strahlburg, un-ter den Hollnnderstranch, wo sich der Zeisig das Nest gebaut hat,am Hang des Felsens, du weißt, von wo das Schloß im Sonnen-strahl funkelnd über die Gauen des Landes herniederschant?

Kälhchen.

Nein, mein lieber Vater!

Theobald.

Warum nicht?

Käthchcn.

Der Graf, mein Herr, hat es mir verboten.

Theobald.

Er hat cs dir verboten. Gut. Und was er dir verboten hat,das darfst du nicht thun. Doch, wie wenn ich hinginge und ihnbäte, daß er es erlaubte?