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DaS Käthchen von Hellbraun.
Käthchen.
Wie? was sagst du?
Theobald.
Wenn ich ihn ersuchte, dir bas Plätzchen, wo dir so wohl ist,zu gönnen, und mir die Freiheit würde, dich daselbst mit dem, wa»du zur Nothdurft brauchst, freundlich ausznstatten?
K ä l h ch e n.
Nein, mein lieber Vater.
Theobald.
Warum nicht?
Käthch cn. (beklemmt)
DaS würdest du nicht thun; und wenn du es thätest, so würdees der Graf nicht erlauben; und wenn der Graf cs erlaubte, sowürd' ich doch von seiner Erlaubnis; keinen Gebrauch machen.
Theobald.
-Käthchcn! mein liebes Käthchen! ich will es thun. Ich willmich so vor ihm niedcrlegen, wie ich es jetzt vor dir thue, undsprechen: mein hoher Herr! erlaubt, daß das Käthchen unter demHimmel, der über eure Burg gespannt ist, wohne; reitet ihr ans,so vergönnt, daß sic euch von fern, ans einen Pfeilschuß, folge, undräumt ihr, wenn die Nacht kommt, ein Plätzchen auf dem Strohein, das euren stolzen Rossen nntergeschüttet wird. Es ist besser,als daß sie vor Gram vergehe.
Käthch eil. (indem sic sich gleichfalls vor Ihm nlcderlcgt)
Gott im höchsten Himmel; du vernichtest mich! du legst mirdeine Worte kreuzweis wie Messer in die Brust! Ich will jetzt nichtmehr in's Kloster gehen, nach Heilbronn will ich mit dir znrück-kehren, ich will den Grafen vergessen, und wen du willst heirathen;müßt' auch ein Grab mir von acht Ellen Tiefe das Brautbctt sein.
Th eobald. (der aufgestandcn ist und sie aufhebt)
Bist du mir bös, Käthchen?