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1 (1859) Einleitung; Die Familie Schroffenstein; Penthesilea; Amphitryon
Entstehung
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Zweiter Akt. Zweite Scene.

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Bezwungen durch der Liebe Pfeil, es hätte

Dein Wunsch, mir würdig selbst vertraut, so schnell dich

Als diese feige List zum Ziel geführt.

Du siehst entschlossen mich, das Band zu lösen,

Das deine wankelmüth'ge Seele drückt;

Und ehe noch der Abend sich verkündet,

Bist du befreit von Allem, was dich bindet.

Amphilrgon.

Schmachvoll, wie die Beleid'gung ist, die sichMir zugefügt, ist dies das Mindeste,

Was meine Ehre blutend fordern kann.

Daß ein Betrug vorhanden ist, ist klar;

Wenn meine Sinn' auch das fluchwürdigeGewebe noch nicht fassen, Zeugen dochJetzt ruf' ich, die es nur zerreißen sollen.

Ich rufe deinen Bruder mir, die Feldherrn,

Das ganze Heer mir der Thebaner auf,

Aus deren Mitt' ich eher nicht gewichen,

Als mit des heut'gen Morgens Dämmerstrahl.

Dann werd' ich auf des Räthsels Grund gelangen,

Und Wehe! rus' ich, wer mich hintergangen!

Sofias.

Herr, soll ich etwa

lAmphitrgon.

Schweig, ich will nichts wißen.Du bleibst, und harrst auf diesem Platze mein.

Charis.

Befehlt ihr, Fürstin?

Alkmenc.

Schweig, ich will nichts wissen.Und folg' mir nicht, ich will ganz einsam sein.

H. v. Klcist's Werke. I. Bd.

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