Erster Akt. Fünfte Scene.
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Lharis.
Dir war' ein Weib gut, wie man sic in ThebenVerschmitzt und voller Ränke finden kann,
Ein Weib, das dich in süße Wort' ertränkte,
Damit du ihr den Hahnrei uiederschluckst.
Mer kn r.
Was das betrifst, mein Seel', da sag' ich dir:Gedankenübel quälen nur die Narren,
Den Mann vielmehr beneid' ich, dem ein FreundDen Sold der Ehe verschießt; alt wird er,
Und lebt das Leben aller seiner Kinder.
Lharis.
Du wärst so schamlos, mich zu reizen? wärstSo frech, mich förmlich anfznfordern, dirDen freundlichen Thebaner, welcher AbendsMir auf der Fährte schleicht, zu adjnngiren?
Merkur.
Hol' mich der Teufel, ja. Wenn du mir nurErsparst, Bericht darüber anzuhören.
Bequeme Sllnd' ist, find' ich, so viel Werth,
Als läst'ge Tugend; und mein Wahlspruch ist,Nicht so viel Ehr' in Theben, und mehr Ruhe —Fahr' wohl jetzt, Charis, Schatzkind! fort muß ich.Amphitryon wird schon im Lager sein.
Lharis.
Warum, um diesen NiederträchtigenMit einer offenbaren That zu strafen,
Fchlt's an Entschlossenheit mir? O ihr Götter!Wie ich cs jetzt bereue, daß die WeltFür eine ordentliche Frau mich hält!
lab,