Zweiter Nu stritt.
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Umsonst sind die Versuche, sic zu halten,
Sie drangt mit sanfter Macht, von beiden SeitenDie Frau'n hinweg, und im nnruh'gen TrabeAn dem Geklüfte auf und nieder streifend,
Sucht sie, ob nicht ein schmaler Pfad sich bieteFiir einen Wunsch, der keine Flügel hat;
Drauf jetzt, gleich einer Rasenden, sieht manEmpor sie an des Felsens Wände klimmen,
Jetzt hier, in glühender Begier, jetzt dort,
Uusinn'ger Hoffnung voll, ans diesem WegeDie Beute, die im Garn liegt, zu erhaschen.
Jetzt hat sie jeden sanstern Niß versucht,
Den sich im Fels der Regen ausgewaschen;
Der Absturz ist, sic sieht es, nncrstciglich;
Doch, wie beraubt des Urthcils, kehrt sic um,
Und fängt, als wär's von vorn, zu klettern an.
Und schwingt, die Unverdrossene, sich wirklichAuf Pfaden, die des Wandrers Fußtritt scheut,
Schwingt sich des Gipfels höchstem Rande näherUm einer Orme Höh'; und da sie jetzt ans einemGranitblock steht, von nicht mehr FlachcnraumAls eine Gemse, sich zu halten, braucht;
Don ragendem Geklüfte rings geschreckt,
Den Schritt nicht vorwärts mehr, nicht rückwärts wagt;Der Weiber Angstgeschrei durchkreischt die Luft:
Stürzt sic urplötzlich, Roß und Reutcrin,
Don los sich lösendem Gestein nmprasselt,
Als ob sic in den Orkus führe, schmetterndBis an des Felsens tiefsten Fuß zurück,
Und bricht den Hals sich nicht und lernt auch nichts:
Sie rafft sich bloß zu neuem Klimmen auf.
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