Druckschrift 
1 (1859) Einleitung; Die Familie Schroffenstein; Penthesilea; Amphitryon
Entstehung
Seite
146
Einzelbild herunterladen
 

146

Dir Familie Schroffrnstcin.

Du stellst dich an den Eingang, hörst du? SiehstDu irgend jemand nah», so rufst du gleich.

Noch eins. Wir werden hier die Kleider wechseln,

In einer Viertelstunde führst du AgnesIn Männerkleidern heim. Und sollte manUns überraschen, thust du'S gleich. Nun geh.

(Bnrnabc geht in den Hintergrund. Ottokar kehrt zu Agnes zurück)Agnes.

Wo geht das Mädchen hin?

Vttokar. (setzt sich)

Ach Agnes! Agnes!

Welch eine Zukunft öffnet ihre Pforte!

Du wirst mein Weib, mein Weib! weißt du denn auchWie groß das Maaß von Glück?

Agnes, (lächelnd)

Du wirst cs lehren.

Otloka r.

Ich werd' es! O du Glückliche! der Tag,

Die Nacht vielmehr ist nicht mehr fern. Es kommt, du weißt,Deu Liebenden das Licht nur in der Nacht,

Erröthest du?

Agnes.

So wenig schützt das Dunkel?

D t t o k a r.

Nur vor dem Auge, Thörin, doch ich seh'sMit meiner Wange, daß du glühst. Ach Agnes!

Wenn erst das Wort gesprochen ist, das dein

Gefühl, jetzt eine Sünde, heiligt-Erst

Im Schwarm der Gäste, die mit Blicken unsWie Wespen folgen, tret' ich zu dir, sprichstDu zwei beklemmte Worte, wendest dann